PAC im Festivalstau: Mit der Leipziger Buchmesse sind wir noch lange nicht fertig, schon müssen wir das Aktionsköfferchen für das SPOT am kommenden Wochenende packen. »» Bevor wir aber gen Aarhus aufbrechen, um neue Musik aus Dänemark und umzu zu entdecken, muss der hier unbedingt noch raus: Helmut Kuhn hat einen raffiniert komponierten Berlinroman geschrieben, der sehr viel mehr als nur ein Berlinroman ist. „Gehwegschäden“ funktioniert als politischer Gesellschaftsroman und thematisiert die Suche nach Freiräumen – die in Berlin noch immer leichter zu finden sind als anderswo. Gründe genug, mit Helmut Kuhn über die Großkonzerne zu sprechen, von denen wir alle uns anal und ohne Kondom bumsen lassen. Weiterlesen …
Über Denken
Wo ist zuhause, Mischa? »» Natürlich kann man mit dem Slampoeten über Berlin und Bielefeld diskutieren. Doch irgendwo dahinter liegen die noch viel größeren Fragen: Mischa Sarim-Vérollet ist 30 geworden, mit Poetry-Slams ist er durch, und jetzt geht es darum, wie es eigentlich weitergehen soll. Here we go, denn Selbstzweifel und Existenzängste gehören schließlich zu den Lieblingsthemen von PAC. Und: Gibt es da draußen nun eigentlich einen Ort, an dem wir hingehören? Weiterlesen …
Leicht ist es immer noch nicht. »» Aber nönönö, keine Angst, wir spielen nicht mit dem Gedanken, zurück zu Mutti ins Heimatkaff zu ziehen. Wir haben nur einen ziemlich guten Roman gelesen, der ein Phänomen beschreibt, von dem wir noch nie gehört hatten, das in Japan aber bereits zum Massenphänomen geworden ist: Hikikomori. In „Ich nannte ihn Krawatte“ von Milena Michiko Flasar treffen ein alter und ein junger Mann auf einer Parkbank aufeinander. Der alte Mann bringt es nicht fertig, seiner Frau zu sagen, dass er seine Artbeit in einem Büro verloren hat. Und der junge Taguchi Hiro ist ein Hikikomori: Er hat sich lange Zeit in seinem Jugendzimmer eingesperrt und den Kontakt mit der Außenwelt abgebrochen, weil er nicht wie sein Vater funktionieren wollte. Weiterlesen …
Eine neue Runde Niedergestreckt und Aufgerichtet, heute affiger als je zuvor. »» Muss man ja nur die Überschrift betrachten. Aber ich kann nicht anders, gestern in der Bar ploppte mir die einfach so auf und wollte nicht mehr gehen, so toll und wie die Faust aufs Auge fand ich die da. Jetzt finde ich die zwar gar nicht mehr so toll, wie das sich mit Suffideen halt immer so zuträgt, ich bin’s mir aber schuldig. Ich ziehe das jetzt durch. Weiterlesen …
Gehen wir mal davon aus, dass jeder anständige Plattenladen nicht vor 12 Uhr öffnet. »» Dann ist „Put your Back n 2 it“ von Perfume Genius jetzt seit sechs Tagen, einer Stunde und ein paar Minuten in der Welt; ihr müsstet das Album also längst alle besitzen. Aber habt ihr auch schon ein Lieblingslied? Momentaner Favorit von PAC ist der einzige Song, dessen Text nicht von Mike Hadreas selbst stammt: Mit „Dirge“ hat er ein Gedicht der amerikanischen Lyrikerin Edna St. Vincent Millay vertont. Ja, genau, glaubt es ruhig, auch wenn es hier gewisse Lieblingsautoren gibt, die Texte mit vier (!) Musikvideos als Bahnreiseberichte verkaufen: Jetzt kommt kein verkappter Musiktext, mit dem PAC ein weiteres Mal Perfume Genius umschmust. Hier seid ihr auf dem Sprung, einen Text über Lyrik zu lesen. Weiterlesen …
Wir erlauben uns mal, aus unserem eigenen „Zu uns“-Text zu zitieren: „Irgendwo steht geschrieben: sexy, aber auch intelligent.“ »» Die Rede ist natürlich von Mark Heywinkel, der uns unser PAC-Zuhause so schön eingerichtet hat, und der nach langem Drängen jetzt auch endlich einen Gastbeitrag für uns geschrieben hat. Und was für einen! Eine kompromisslose Selbstzerfleischung: Warum verliebt er sich so schnell und so leidenschaftlich in Bands wie Boy, Radical Face oder Wye Oak, lässt sie aber nach einem guten Konzert gnadenlos wieder fallen? Weiterlesen …

Als jemand, der seine trostlosen Tage vor den Rechnern seines Vertrauens verbringt, wähne ich mich einigermaßen gut informiert. »» Gut informiert über die politische Großlage im Allgemeinen wie im Speziellen darüber, was das Anti-Counterfeiting Trade Agreement in seinem Kern bezwecken soll (nein, ich werde das jetzt nicht erklären, Erklärung gibt es an anderer Stelle mehr als genug). Ich rege mich häufig aber still über mir unliebsame Sachverhalte auf, garantiert über Stammtischniveau. Trotzdem fühle ich mich meistens zu unreflektiert, als dass ich meine Meinung einfach hinausposaunen könnte. Weiterlesen …
Es ist ihr großes Thema: Schon Anfang der 90er hat Christiane Rösinger mit den Lassie Singers vor der Pärchenhölle gewarnt. »» Und jetzt veröffentlicht sie ein Feelgoodbuch für Singles, die auch allein bleiben wollen: „Liebe wird oft überbewertet“. PAC sprach mit ihr über die große Illusion der romantischen Liebe und die Vorteile des Alleinseins. Und über Kritiker, die ihr vorwerfen, sie sei nur eine frustrierte Zicke. Weiterlesen …
„Manchmal muss ich mich auch einfach selbst daran erinnern, dass alles gut werden kann“, sagt Mike Hadreas im Interview mit PAC. »» Jetzt sind es nur noch anderthalb Wochen bis „Put your Back n 2 it“ von Perfume Genius offiziell erscheint. Und spätestens dann wird alles gut sein, denn so ein grandioses zweites Album hätte dem 28-Jährigen wohl kaum jemand zugetraut. Weiterlesen …
Von David Wnendts Kinodebüt „Kriegerin“ war in der letzten Woche bereits überall die Rede. »» Es gab ein paar positive Besprechungen, die vor allem die Aktualität und den Erkenntnisgewinn im Hinblick auf die Verhaftung von Beate Zschäpe und die Aufdeckung der rechtsradikalen Terrorgruppe NSU erwähnten. Aber da waren eben auch die immergleichen Kritikpunkte, die rausgekramt werden, wenn ein Regisseur es wagt, sich mit der rechten Szene zu beschäftigen: Klischees, Konstruiertheit, fehlende Plausibilität und nicht nachvollziehbare Einstellungswandlungen. Deswegen will PAC hier nachloben und dringend empfehlen, sich diesen Film über zwei junge rechtsradikale Frauen im Kino anzusehen. Weiterlesen …
